
Im Laufe der laufenden Saison 2024/25 hat Borussia Dortmund mit schweren Verletzungen zu kämpfen, was Trainer Nuri Sahin die Möglichkeit nimmt, auf einen breiteren Kader zurückzugreifen. In dieser Situation wird der Abgang des ehemaligen Spielers Tom Rothe, der nun für Union Berlin spielt, als Fehleinschätzung der Dortmunder Verantwortlichen betrachtet.
Tom Rothe hat sich bei Union Berlin als Stammspieler etabliert und spielt auf der linken Außenbahn. Der 20-jährige Linksverteidiger, der 2021 von St. Pauli zu Borussia Dortmund kam und dort in der U19 sowie den Profis spielte, erzielte ein Tor bei seinem Bundesliga-Debüt. In der vergangenen Saison war Rothe an Holstein Kiel verliehen, wo er ebenfalls gute Leistungen zeigte, bevor er im Sommer 2024 für fünf Millionen Euro nach Union Berlin wechselte.
Rückkaufoption und Vertragsdetails
Borussia Dortmund hat eine Rückkaufoption für Rothe, die sich zwischen 12 und 18 Millionen Euro bewegt, abhängig von seinen Einsatzzeiten. Diese Option, die ursprünglich mit einer Ablösesumme von lediglich zehn Millionen Euro angegeben wurde, stellt Dortmund vor die Herausforderung, die finanzielle Belastung der Rückkehr zu bewerten. Der früheste Zeitpunkt, an dem der BVB Rothe zurückholen könnte, fällt auf den Sommer 2026, wobei die Ablösesumme dann 14 Millionen Euro betragen würde.
In seiner Zeit bei Union Berlin hat Rothe in sieben Einsätzen zwei Tore erzielt und einen weiteren Treffer vorbereitet. Besonders bemerkenswert war sein Auftritt beim 2:1-Sieg von Union Berlin gegen Borussia Dortmund am 6. Bundesliga-Spieltag, wo er über 84 Minuten spielte. Sein Marktwert wird derzeit auf etwa acht Millionen Euro geschätzt, was die finanziellen Überlegungen beim möglichen Rückkauf weiter verkompliziert. Zudem besitzt der BVB ein sogenanntes Matching Right, was bedeutet, dass Union Berlin den Klub informieren muss, wenn ein Angebot für Rothe vor 2026 eingeht. Dortmund kann dann ein gleichwertiges Angebot abgeben.
Tom Rothe hat deutlich gemacht, dass er gerne nach Dortmund zurückkehren würde, was die Situation für die Verantwortlichen des BVB weiter interessant gestaltet.